Golfer trotz Dauerregen mit Klasse-Leistungen

Stadtmeisterschaften: Matthias Tischler und Lisa-Kathrin Rübenkamp Meister mit Qualität

Offensichtlich gefiel Petrus die (vermeintliche Ünglücks-)Zahl Dreizehn nicht; denn er schickte klatschenden Dauerregen über den zweiten Tag der Dortmunder Stadtmeisterschaften, deren 13. Herren-Wettbewerb wie immer von Mercedes Benz gesponsert wurde. Umso beeindruckter war Niederlassungs-Chef Gerd Hewing von der Qualität und Einsatzbereitschaft aller Teilnehmer: „Sich bei diesen äußeren Bedingungen so voll hereinzuhängen, zeugt schon von großem Engagement. Und dann noch so hervorragende Ergebnisse zu spielen, das verrät echte Klasse.“

Ganz oben in der Klasse-Kategorie präsentierten sich die beiden neuen Stadtmeister: Matthias Tischler, der bei den Herren zum zweiten Mal nach 2009 gewann, und Lisa-Kathrin Rübenkamp, die in Abwesenheit der siebenmaligen Meisterin Ilka Wolf zu ihrem ersten Titel kam. Der 26-jährige Tischler, der kürzlich sein Studium des Finanzwesens mit dem Master abgeschlossen hat, war zweifellos der Mann des zweitägigen Wettbewerbs. Zum Auftakt löschte er spielerisch leicht den vier Jahre alten Platzrekord des Royal Saint Barbara´s GC. Mit 66 Schlägen steigerte er die von Lars Christian Schütte und Tim Uffelmann gehaltene Bestmarke um zwei Schläge und schuf sich einen Fünf-Schläge-Vorsprung u. a. auf Titelverteidiger und Mit-Favorit Michael Hegemann.

„Am zweiten Tag hatte ich eigentlich einen Großangriff von Michael erwartet“, verriet der neue Champion, „aber immer wenn ich einen Fehler machte, hat er sich auch einen geleistet.“ Somit brachte Tischler seinen Sieg sicher nach Hause, zumal ihm mit eins über die zweitbeste Runde des Tages gelang und der Konkurrent vom Bundesliga-Absteiger Kiawah GC Riedstadt 78 Schläge brauchte.

„Regenkönig“ war RSB-Spitzenspieler Lars Christian Schütte, den ein Zehn-Schläge-Rückstand auf Tischler vom ersten Tag hoffnungslos zurückgeworfen hatte. Er ehabilitierte sich in der Reichsmark mit eins unter und kam so noch auf den mit Routinier David Smolin (73 + 74) geteilten zweiten Platz. Überraschend im Vorderfeld hielt sich der aus Neuseeland zurückgekehrte Johann Kraschinski (71 + 77) vom RSB, der immerhin einen Schlag vor Hegemann einkam. Die in den weiteren Favoritenkreis eingerechneten Henrik van Zwoll, Bastian Schmitz, Massimo Iciek, Jasper Schürmann und Benedikt Felgenhauer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

In der Kategorie der AK 50 überflügelte Olaf Hegenberg mit einer tadellosen 76er-Runde auf vertrautem Reichsmark-Terrain die am ersten Tag führende Troika vom RSB, Rolf Ständer, Klaus Peter Hunold und Martin Buchbinder. Titelverteidiger Reinhard Saftig wurde Sechster.

Bei der Jugend, deren Meisterschaft erstmalig in den Wettbewerb der Erwachsenen integriert war, geriet der Erfolg des nach 18 Löchern mit sieben Schlägen führenden Moritz Schwarzbach noch in Gefahr; denn Henrik van Zwoll hatte diesen Rückstand schon nach vier Bahnen aufgeholt. Doch am Ende setzte sich Schwarzbach auf den letzten drei Löchern doch noch durch.

Die Damen-Konkurrenz war eine sichere Sache für Lisa-Kathrin Rübenkamp, die als einzige zweimal unter der 80er-Marke blieb und am Ende zwölf Schläge Vorsprung vor Kara Brinkmann aus dem Lipperland hatte, die ihrerseits den Jugend-Wettbewerb vor Clara Burmann gewann. Von den AK 50-Damen war Andrea Marx die stärkste, allerdings hielt Maria Iciek sehr gut mit.

Dr. Peter Schütze