Mercedes-Benz unterstützt die 8. Jugend-Golf-Stadtmeisterschaften 2017

Das war Kontrast-Programm: So eindeutig die Entscheidung der Jungen bei der achten Stadtmeisterschaft zugunsten von Valentin Brand ausfiel, so eng war sie bei den Mädchen. Hier musste Titelverteidigerin Anna Lina Hillmann mit Emma Schwartz ins Stechen und setzte dort ein spektakuläres Zeichen. Sie spielte an dem Par-drei-Loch 18 über den Teich einen Birdie und feierte diesen Triumph mit einem Jubelsprung.

Insgesamt demonstrierte der DOGC in beeindruckender Manier seine Nachwuchs-Stärke, auch wenn das Feld der Mädchen mit nur sieben Spielerinnen zahlenmäßig schwach besetzt war. In den drei Wertungsklassen standen mit Ausnahme von Noah Curdt, dem jetzt für Bergisch Land Wuppertal spielenden Brutto-Sieger des zweiten Tages und Gesamt-Dritten, nur Spieler(innen) aus der Reichsmark auf dem Treppchen.

“Ich bin in sehr guter Form, weil ich viel und intensiv trainiert habe, deshalb hatte ich mir schon eine gute Chance auf den Titel ausgerechnet”, nahm Valentin Brand seinen Sieg, den siebten für einen DOGC-Spieler beim achten Stadt-Championat, fast schon gelassen zur Kenntnis. Immerhin hatte er mit einer Zwei-unter-Par-Runde auf dem heimischen Kurs und einem 74er-Durchgang in Brackel seinem härtesten Konkurrenten Henrik van Zwoll (76 + 79) in der Summe elf Schläge abgenommen. “Konstanz und Sicherheit” nannte der 18-jährige Oberprimaner vom Mallinckrodt-Gymnasium die für seinen Erfolg ausschlaggebenden Faktoren. Insgesamt kam er in sieben Liga-, Pokal- und Meisterschaftsrunden auf einen Schnitt von 74,3, besser im Club ist nur Matthias Tischler (73,4).  Brand hatte am heißen Dienstag nur einmal in Probleme, als er am Insel-Loch neun drei Bälle verschlug, zum Glück aber seinen ersten dann wiederfand. “Im Gegensatz zu Henrik und Justus (Brunke – die Red.) mag ich den RSB-Platz”, fand er noch eine Erklärung für seinen souveränen Durchmarsch. 

Bei “Halbzeit” führte Brand mit vier Schlägen vor dem überraschend stark auftrumpfenden Justus Brunke und sechs vor van Zwoll. Der im RSB groß gewordene Noah Curdt, der auf seinem Heimatplatz mit dem späteren Champion gleichzog und ihn im Stechprotokoll sogar übertraf, sprang noch zwei Plätze nach  vorn, überholte Justus Brunke und Peer Freund, der in Brackel mit 78 die drittbeste Runde des Tages spielte. Vater Dr. Markus Brunke war besonders stolz auf seinen Sohn Leo, der Zwölfjährige kam als Achter ein. 

Der erwartete Dreikampf der Mädchen zwischen Anna Lina Hillmann, Emma Schwartz und Theresa Staerk spitzte sich am zweiten Tag dramatisch zu. Die 15-jährige Vorjahrssiegerin verlor schnell ihren Drei-Schläge-Vorsprung aus der Reichsmark auf die drei Jahre ältere Abiturientin Emma Schwartz, die Gewinnerin (87) des Durchgangs in Brackel, und auch Theresa Staerk (88) kam gefährlich nahe heran. “Ich habe die Scores nicht mitgezählt”, verriet Anna Lina später, “ich habe mich auf den Bahnen 15 und 16 verzählt”, sagte Emma. Auf jeden Fall waren sie nach 36 Löchern mit 173 Schlägen gleichauf und mussten in die Nervenprobe des Stechens, für beide eine echte Premiere. 

Die Titelverteidigerin suchte vor dem Gang zum Stech-Start an die 18 noch einmal Zuspruch bei ihrer Mutter, zumal sie mit ihrem Spiel bis dahin nicht zufrieden war. Mamas Einfluss wirkte sich offensichtlich positiv aus, ihre Tochter war beim Abschlag zum Sudden Death “kaum noch nervös”, spielte einen blitzsauberen Birdie und war wie 2016 Stadtmeisterin, die zweite, die nach Hannah Maschong (2011/12) ihren Titel verteidigen konnte. Emma Schwartz bedauerte, trotz der Aufholjagd auf der Strecke einige Chancen liegen gelassen zu haben. Immerhin hatte das DOGC-Trio am Ende 20 Schläge Vorsprung auf die viertplatzierte Victoria Muth von Royal Dortmund.