Mercedes-Benz

Helfer unter Strom.

27. Februar 2020
smart EQ forfour: Stromverbrauch kombiniert: 17,3-14,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km*

Die Caritas setzt auf Elektromobilität: Schon 165 Mitarbeiter erreichen ihre Kunden mit dem smart EQ leise und lokal emissionsfrei. Pflegedienstleiterin Tanja Posala nimmt uns mit auf eine Fahrt durch Lünen-Brambauer.

Tanja Posala dreht den Autoschlüssel. Zu hören ist bis auf die Lüftung … nichts. „Beim ersten Mal ist das schon ganz schön überraschend: Der Wagen ist startklar, nur eben ohne Motorgeräusch“, sagt die 51-Jährige. Flüsterleise rollt sie vom Marktplatz in Lünen-Brambauer zu ihrer ersten Kundin an diesem Tag. Seit einigen Monaten bringt sie ein smart EQ forfour konsequent lokal emissionsfrei zu ihren Einsatzorten. Er ist einer von 165 vollelektrischen smart EQ, die 25 Caritas-Verbände in Nordrhein-Westfalen einsetzen. Das Land fördert den Umstieg auf die Elektromobilität, und zur Übergabe in der Dortmunder Mercedes-Benz Niederlassung Ende Oktober ist eigens auch Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie angereist.

Tanja Posala, Pflegedienstleiterin in Lünen-Brambauer, ist seit 31 Jahren bei der Caritas.

Umweltschonend und komfortabel.

Tanja Posala ist Pflegedienstleiterin der ambulanten Pflegestation in Lünen-Brambauer. Trotzdem übernimmt sie gern immer wieder Aufgaben in der Pflege. Dann ist sie mit ihrem smart EQ forfour unterwegs. „Ich kann bequem ein- und aussteigen“, sagt sie. „Die Sitzposition ist angenehm hoch, außerdem bin ich umweltschonend unterwegs. Der kleine Wendekreis ist unheimlich praktisch. Parkplatzprobleme habe ich kaum.“

 
Tanja Posala fährt lokal emissionsfrei und nahezu geräuschlos zu ihren Kunden.
 

Vor dem Haus der ersten Kundin ist schnell ein Platz gefunden. Im zweiten Stock wird sie bereits erwartet. Man kennt sich – Ingrid Mau wird bereits seit Jahren von der Caritas betreut. „Die Chemie muss stimmen“, sagt die 66-Jährige. „Wenn ich mal nicht so gut drauf bin, gehen die Mitarbeiter toll auf mich ein, wir harmonieren. Sonst wäre ich auch nicht so zufrieden.“ Posala sieht mit ihr gemeinsam die Dokumentationsmappe und Leistungsnachweise durch: Jeder Besuch wird hier mit Uhrzeit und Kürzel eingetragen. Am Ende eines jeden Monats unterschreibt Mau die Auflistung. Und erzählt dabei, was es Neues gibt – bei ihrer Tochter, ihren Enkelkindern. An der Wand hängen zahlreiche gerahmte Bilder der Familie.

Vertrauensvolles Verhältnis: Ingrid Mau ist Kundin der Caritas.

Bewusster unterwegs.

Weiter geht’s. Ingrid Mau schaut von oben aus dem Fenster und winkt, als Posala mit ihrem Elektroauto davonfährt. „Viele Kunden finden das interessant. Ich gebe ja auch damit an und erzähle, dass ich jetzt mit Strom fahre“, berichtet Posala. Oft wird sie an der Ladestation angesprochen: „Wie ist das so?“, „Wie lange muss der jetzt laden?“, „Wie viele Kilometer kann man damit fahren?“ – sie gibt gern Auskunft. „Die Reichweite hängt viel von der Fahrweise ab. Heute morgen hat die Anzeige 127 Kilometer angegeben.“ Jetzt ist es regnerisch und feucht. Die Scheiben sind beschlagen. Posala dreht die Lüftung voll auf. „Auf Dauer würde sich das schon beim Akkustand bemerkbar machen. Bei Licht und Radio ist mir aber noch nie ein Unterschied aufgefallen.“
Die Sitzheizung nutzt sie nur sporadisch und regelt die Lüftung runter, sobald die Scheiben frei sind. „Ich fahre auf jeden Fall bewusster. Eigentlich braucht man gar nicht alles, was man sonst immer automatisch eingeschaltet hat.“

Wie weit komme ich noch? Die Reichweitenanzeige links gibt Auskunft.

250 Kunden in der Woche.

Etwa 250 Kunden versorgt die Station in der Woche mit ihren Angeboten in den Bereichen Pflege, Haushalt und Beratung. Das fängt bei Arztbegleitungen und Marktbesuchen an und geht bis zur Rundum-Betreuung. Zum Einzugsgebiet gehören neben Brambauer, Lünen-Süd, Gahmen, Horstmar und Niederaden. Die weiteste Strecke ist 23 Kilometer lang. „Über die Eco-Taste kann ich außerdem energiesparende Funktionen nutzen, das erhöht die Reichweite. Aber natürlich habe ich auch mal ausprobiert, was der Motor so drauf hat – dann zieht er ordentlich und man ist rasant unterwegs.“

Derzeit sind bei der Caritas Lünen-Selm-Werne acht smart EQ im Einsatz, zwei weitere sind bereits bestellt. „Nach und nach soll die komplette Flotte umgestellt werden“, berichtet Posala. Ladestationen gibt es jeweils an den Pflegestationen in Lünen und Selm. Posala fährt dort jeden Tag vorbei und hat einen entscheidenden Vorteil: Sie wohnt fußläufig vom Büro in Selm entfernt. „Das Aufladen dauert in der Regel eine Stunde“, sagt sie.

Auf dem Parkplatz der Pflegestation in Lünen lädt Tanja Posala ihren smart EQ forfour.

Mit Erfahrung und Leidenschaft.

„Ich wollte schon immer gern in die Pflege und mit Menschen zu tun haben“, erzählt Posala, die den Job bei der Caritas schon seit 31 Jahren macht. „Die Kunden wechseln immer mal wieder, aber einige betreuen wir über Jahre und haben mit ihnen ein gutes Verhältnis aufgebaut. Das finde ich wichtig. Bei uns bringt jeder Tag etwas Neues. Und wenn jemand Geburtstag hat, lädt er uns noch auf einen Kuchen ein und wir reden ein bisschen. Mit einem älteren Herrn muss ich mich immer über Fußball unterhalten. Das gehört auch dazu, das ist für mich ambulante Pflege – das ist unser ganzheitliches Konzept.“

Caritas der Zukunft – der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche stellt seine Flotte auf
Elektrofahrzeuge um.

* Die Werte variieren in Abhängigkeit der gewählten Sonderausstattungen. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Die angegebenen Werte sind die ermittelten „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Reichweite und Stromverbrauch wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Fotos: Marko Seifert